Bildung für nachhaltige Entwicklung und Umweltbildung
Bildung für nachhaltige Entwicklung hilft Menschen, bewusst zu handeln. Sie zeigt, wie wir heute gut leben können, ohne die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zu gefährden. Das Biosphärenreservat unterstützt diese Bildung in vielen Bereichen des Alltags.
Was bedeutet „Bildung für nachhaltige Entwicklung“?
Im Jahr 2005 starteten die Vereinte Nationen eine weltweite Initiative zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (kurz: BNE). BNE bedeutet: Menschen lernen, wie sie verantwortungsvoll mit Natur, Ressourcen und Mitmenschen umgehen können. Ziel ist eine lebenswerte Zukunft für alle.
Die globalen Ziele der UNESCO
Die UNESCO hat dafür 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung festgelegt. Diese Ziele sollen weltweit erreicht werden.
Dazu gehören unter anderem:
weniger Armut und Hunger
gute Gesundheitsversorgung
gute Bildung für alle
Gleichberechtigung von Frauen und Männern
sauberes Trinkwasser und saubere Energie
faire Arbeitsbedingungen
Schutz von Klima, Meeren und Land
verantwortungsvoller Konsum
friedliches Zusammenleben und globale Zusammenarbeit
Kurz gesagt:
Die Lebensqualität aller Menschen soll steigen. Gleichzeitig sollen wir die Erde so nutzen, dass sie auch für kommende Generationen erhalten bleibt.
Nachhaltige Bildung im Biosphärenreservat
Diese Ziele prägen alle Arbeitsbereiche im UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.
Besonders wichtig sind:
eine umweltverträgliche Landwirtschaft
eine nachhaltige Waldnutzung
der Schutz von Seen, Flüssen und Mooren
Nachhaltig arbeitende Betriebe können im Biosphärenreservat ausgezeichnet werden. So zeigen sie, dass wirtschaftlicher Erfolg und Naturschutz zusammenpassen.
Projekte für Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Das Biosphärenreservat unterstützt auch konkrete Bildungsprojekte. Ein Beispiel ist das EU-Projekt ZENAPA. In diesem Rahmen fand unter anderem eine Kinder-Klimaschutzkonferenz statt.
Auch sanfter Tourismus und eine umweltgerechte Bauweise gehören dazu. Ziel ist ein Lebensstil, der Ressourcen schont und langfristig trägt.
Was jede und jeder selbst tun kann
Alle Menschen können jeden Tag einen Beitrag leisten. Das geht oft einfacher als gedacht.
Zum Beispiel:
regionale Lebensmittel kaufen
Produkte aus ökologischer Landwirtschaft wählen
bewusst einkaufen und weniger verschwenden
Das schont die Umwelt und stärkt gleichzeitig die regionale Wirtschaft.
Umweltbildung im Biosphärenreservat
Die Umweltbildungsangebote entstehen gemeinsam mit vielen Partnern. Dazu zählen:
Informationszentren
Schulen und außerschulische Lernorte
Vereine und Bildungsträger
Tourismusbetriebe
Hochschulen und Initiativen aus der Region
Im Mittelpunkt steht das Erleben und Mitmachen. Menschen entdecken Zusammenhänge in der Natur und entwickeln neue Sichtweisen.
Naturwacht: Lernen durch Mitmachen
Die Naturwacht Brandenburg bietet besondere Programme an, zum Beispiel:
das Junior-Ranger-Programm
das Programm „Freiwillige in Parks“
Teilnehmende lernen die Landschaft kennen und gestalten sie aktiv mit. Dabei erfahren sie, wie Natur, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenhängen.
Fachwissen aus der Praxis
Die Verwaltung des Biosphärenreservates unterstützt die Bildungsarbeit mit praktischem Fachwissen. Mitarbeitende kennen die Landschaft, die Tier- und Pflanzenwelt sowie die Zusammenhänge von Klima, Wasser und Boden sehr genau.
Die Naturwacht ist dabei ein wichtiges Bindeglied zwischen Bevölkerung, Gästen und Verwaltung. Sie ist vor Ort präsent, informiert und nimmt Hinweise aus der Region auf.
