Land- und Forstwirtschaft

Die Landwirtschaft prägt das UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin stark.
Rund ein Drittel der Fläche nutzt die Landwirtschaft.

  • etwa 31.500 Hektar Ackerland

  • etwa 10.500 Hektar Grünland

  • rund 300 landwirtschaftliche Betriebe

Landwirtschaft und Umweltschutz

Die Verwaltung des Biosphärenreservats unterstützt landwirtschaftliche Betriebe bei einer umweltverträglichen Bewirtschaftung. Das geschieht durch:

  • persönliche Beratung

  • finanzielle Förderung über den Vertragsnaturschutz

Vertragsnaturschutz bedeutet:
Betriebe erhalten Geld, wenn sie ihre Flächen so bewirtschaften, dass Natur und Artenvielfalt davon profitieren.

Pestizidfreie und ökologische Bewirtschaftung

Im Jahr 2025 arbeiteten rund 70 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen ohne Pestizide.

Davon wirtschafteten 54 Prozent nach ökologischen Regeln.
Ökologische Landwirtschaft verzichtet zum Beispiel auf chemische Pflanzenschutzmittel und mineralischen Dünger.

Damit werden mehr als zwei Drittel der landwirtschaftlichen Flächen nachhaltig genutzt. Diese Nutzung entspricht den Zielen des UNESCO-Programms Man and the Biosphere Programme und den Empfehlungen des Madrid Action Plan.

Vorteile für die Region

Ökologisch arbeitende Betriebe schaffen oft zusätzliche Arbeitsplätze. Viele verarbeiten und verkaufen ihre Produkte selbst in der Region. Das stärkt die regionale Wirtschaft und den ländlichen Raum.

Förderung im Land Brandenburg

Damit sich der ökologische Landbau weiter positiv entwickelt, braucht es auch in Zukunft passende Förderbedingungen im Land Brandenburg. Der Vertragsnaturschutz unterstützt gezielt Maßnahmen für den Naturschutz, zum Beispiel:

  • Schutz von Wiesenvögeln

  • spätere Mahd auf artenreichen Feuchtwiesen

  • Beweidung und Pflege von Trockenrasen

  • Schutz seltener Ackerpflanzen

Diese Maßnahmen erhalten wertvolle Lebensräume. Im Jahr 2025 standen dafür rund 550.000 Euro zur Verfügung.

Gentechnik

Im Biosphärenreservat werden keine gentechnisch veränderten Organismen verwendet.