Rundwanderweg Rotes Buchenblatt

Der große Rundweg verläuft auf einer abwechslungsreichen Route 21 Kilometer um das gesamte Weltnaturerbe-Teilgebiet. Teils auf den Routen des Grünen, Gelben und Orangefarbenen Buchenblattes (Urwaldpfad), teils auf anderen reizvollen Wegen und durch kleinere Ortschaften. Möglichkeiten zum Einkehren gibt es dabei (noch) nicht, allerdings liegen zwei Hofläden an der Strecke. Als Ausgangspunkt eignet sich am besten Altkünkendorf.

Aufgrund der Streckenlänge ist der Rundweg für geübte Wanderer geeignet. Auf dieser Tagesrundwanderung erleben Sie die Vielfältigkeit des Grumsin – Seen, Moore, Hallenbuchenwald, Naturverjüngung, bewegtes Relief u.v.m.

Eine Schutzhütte und Bänke entlang der Route laden zum Verweilen und Genießen ein.

Start & Ziel

variabel, z.B. von Altkünkendorf Richtung Süden

Länge

21,5 km

Sehenswertes auf der Wanderung

1. Ausblick auf die Große Wiese Altkünkendorf: Am besten mit einem Fernglas lassen wir den Blick über die ausgedehnte ehemalige Wiese schweifen, die inzwischen ein Gewässer ist – Wasserrückhaltung hat den ursprünglichen See wieder entstehen lassen.

2. Im Bauernwald: Die Bauern nutzten ihren Wald oft nur gelegentlich und ließen wachsen, was da wollte. Auch krumme und mehrstämmige Kiefern erhielten ihr Lebensrecht und beeindrucken heute mit skurrilen Formen, die die Phantasie anregen.

3. Stopp auf der Kreuzung und Blick auf die Pflasterstraße zu unseren Füßen: Jeder Stein wurde per Hand verlegt, aufgelesen im umgebenden Wald. Die Eiszeit hat sie hergebracht, und Menschen haben die Steine über Jahrhunderte genutzt als kostenloses Baumaterial, aber die Arbeit mit ihnen war schwer.

4. Ein Erlenbruch wie aus dem Bilderbuch fesselt die Blicke.

5. Wo östlich des Weges ein alter Pfad ins Weltnaturerbe abzweigt, ist das Gelände westlich vom Pflaster stark geneigt, fast steil geht es hinunter zu einem viel tiefer liegenden ausgedehnten Moor - ebenfalls ein Erlenbruch. Der steile Hang trägt reichlich Weißmoos, dessen halbkugelige Polster gern in der Weihnachtszeit in unseren Adventsgestecken erscheinen.

6. Buchenjugend nennt sie der Forstmann: Dicht an dicht stehen junge Bäume, drängen fast auf den Weg. Sie nutzten die Lücke im Blätterdach, die entstand, als ein alter Baum stürzte. Dann schießen hunderte junger Bäume in die Höhe und ringen um das Sonnenlicht – wer die besten Anlagen mitbringt, der wird als Erster oben ankommen und die Lücke wieder schließen.

6a. Der Treffpunkt im Weltnaturerbe: ein Kunstort als „Verabredungsort“ lädt zum Verweilen und Nachdenken ein. Er verweist unaufdringlich zum Einen auf das Einssein des Menschen mit der Natur und zum Andern auf die Zugehörigkeit des Grumsin zum europäischen Weltnaturerbe der Rotbuchenwälder.

7. Durch die Buchenstämme hindurch lächelt der Große Schwarze See. Ursprünglich ohne Abfluss, hat der Mensch ihn mit einem Graben versehen und den Wasserstand gesenkt. Trotzdem hat er seinen unberührten Charakter bewahrt, und gelegentliche Angler genießen seinen Zauber, buchtenreich und mit dichtem Pflanzenwuchs bietet er dem Auge ständig Abwechslung.

8. Ehrfurcht einflößend stehen riesige Buchenstämme im weiten Abstand, ragen gerade hinauf und halten ihr Blätterdach geschlossen. Die hohen glatten Stämme mit den erst weit oben ansetzenden Ästen waren das architektonische Vorbild für die Baukunst der Gotik. Dieses Bild lieben wir – hoher, heiliger Hallenwald. Aber es ist ein Kulturprodukt, der künftige Naturwald des Weltnaturerbes wird anders aussehen.

9. Weite Blicke ins offene Umland des Weltnaturerbes sind nun möglich. Sanft neigt und hebt sich der Boden und erzählt noch immer vom enormen Druck der Gletscher, die darüber glitten und ihn formten. Nicht selten erscheinen Kraniche im Bild: Sie haben hier Brutplatz und Nahrungsort, und im Herbst kommen die Zugvögel des Nordens hinzu.  

10. Der südliche Brackensee: Dicht heran an den Weg tritt der Brackensee, der je nach Jahr und Jahreszeit größer oder kleiner ist, da seine Ufer flach sind und das Wasser je nach Niederschlagsmenge und Verdunstungsgrad höher oder niedriger steht in der Senke, die die eiszeitlichen Prozesse hier in der Landschaft hinterließen. Ein schmaler Schilfrand hält sich am Ufer, der Saum windet sich und schlägt Bögen, kleine Landzungen ragen hinein und versperren den Blick auf den hinteren Teil. Das Seewasser wirkt braun – hier spülen Oberflächenwässer öfter die Humusbestandteile der randlichen Moore ein, die für die dunkle Farbe sorgen.

11. Zu Gast in Luisenfelde: Luisenfelde ist ein winziger Ort mit wenigen Häusern, aber in Luisenfelde wohnen die Milchmädels und das macht den Flecken so besonders. Diese Mädels sind vierbeinig und gehören der Rasse der Milchschafe an. Ihre tägliche Milchproduktion wandelt eine kleine Manufaktur in köstliche Produkte um: Fischkäse, Feta oder gut abgelagerten Hartkäse verkauft Familie Wiebke/Hübner gern, wenn jemand an ihrer Tür klingelt (besser vorher anrufen: 033364/70294). Ein Plätzchen zum Sofort-Verkosten vor dem Hof gibt es auch!   

12. Die Adlerquelle: Wer zu Ostern noch im Dunkeln aufsteht und dann wortlos mit einem Tonkrug bis zur Adlerquelle, am südöstlichen Ufer des Wolletzsees gelegen, wandert, der kann dort vom zauberkräftigen Wasser der Quelle schöpfen. Er muss es auch noch ohne Kommentar wieder nach Hause bringen. Aber dann kann ein Trunk des frischen Wassers ihm oder ihr Schönheit, Gesundheit und langes Leben bescheren. Kann! Muss aber nicht...   

13. Am Südufer des Wolletzsees: Der Wolletzsee gehört zu den in der Eiszeit durch Gletschertätigkeit ausgeschürften oder ausgespülten Rinnenseen, die tief sein können und oft sehr steile Ufer haben. Gut 330 ha Oberfläche hat er und ist damit ein recht großer See. Der Länge nach durchströmt ihn das Flüsschen Welse, das zu den in dieser Region sehr seltenen Fließgewässern zählt. Ein 16,5 km langer Wanderweg umrundet den See, und am Südufer gibt es einige Wegstücke, die nah ans Steilufer heranführen. Von dort kann der Wanderer weit schauen und sogar die eine oder andere Insel mitten im See erspähen. Sie sind klein und nur der Natur vorbehalten. 

GPS-Track

Download (KML-Datei)

Hinweis: Mit dem angebotenen Download erhalten Sie die Möglichkeit, den Wanderweg in einer digitalen Karte (Google Earth, Google Maps) bzw. einem GPS-Gerät darstellen zu lassen. Die bereitgestellten GPS-Tracks dürfen zu privaten Zwecken genutzt werden. Alle enthaltenen Angaben erfolgen ohne Gewähr. Aus Sicherheitsgründen sollten GPS-Tracks nur in Verbindung mit geeignetem Kartenmaterial genutzt werden.

Adresse

16278 Altkünkendorf

Gebiet

  • Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Kategorien

  • Wanderrouten

Zielgruppen

  • Familien & Kinder
  • Junge Leute
  • Senioren