Mit den Tieren lernen – Umweltbildung im Wildpark Schorfheide

Beim Austausch zwischen Biosphärenreservats-Leiterin Susanne Winter mit der Leiterin des Wildparks Schorfheide, Imke Heyter, ging es unter anderem um die Stärkung der Umweltbildung. 

Als wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tierarten spielen die ausgedehnten Wälder der Schorfheide eine zentrale Rolle für die Artenvielfalt. Auch viele große Säugetiere finden hier einen Rückzugsort. Darunter auch Arten, die in den letzten Jahrhunderten durch intensive Bejagung regional ausgestorben waren. Während Wildschweine und Rotwild die Wälder nie verlassen haben, sind Luchs, Wolf, Biber und Fischotter nach und nach zurückgekehrt. Auch die Wildkatze ist seit ein paar Jahren hier wieder gesichert nachgewiesen. 

Große Pflanzenfresser wie Wisent oder Koniks, die einst ebenfalls die Landschaft prägten, fehlen in freier Wildbahn dagegen weiterhin. Heute lassen sie sich nur noch in Gehegen beobachten – unter anderem im Wildpark Schorfheide. 

Der Park liegt nördliche von Groß Schönebeck im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und bietet eine Vielzahl von Umweltbildungs-Angeboten. „Der Wildpark ist ein Ort, wo man heimische Tiere hautnah kennenlernen kann, und ich würde mir wünschen, dass die Kooperationsmöglichkeiten zwischen Wildpark und Bildungseinrichtungen wie Kitas und Schulen gestärkt werden“, sagt Susanne Winter im Austausch mit Wildpark Leiterin Imke Heyter. Bildungstage im Wildpark können für Schulen ein wichtiger Baustein der Bildung für nachhaltige Entwicklung sein. Voraussetzung für regelmäßige Angebote ist jedoch eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Auch um diesen Punkt ging es beim Austausch zwischen Wildpark- und Biosphärenreservats-Leitung. Unabhängig davon unterstützt der Wildpark bereits heute die Bildungsarbeit: Auf seiner Website finden Lehrkräfte unter anderem Unterrichtsmaterialien und weitere Angebote für den Unterricht.

Gebiet

  • Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Meldung vom 13.07.2026