Steckbrief Schorfheide-Chorin

Das 1990 gegründete UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ist mit 129.161 ha eines der größten Schutzgebiete Deutschlands. Im nord-östlichen Teil des Landes Brandenburg, der Uckermark und dem Barnim gelegen, umfasst es eine eindrucksvolle Kulturlandschaft mit rund 240 Seen, tausenden Mooren, ausgedehnten Wäldern, Wiesen und Äckern. Das Gebiet ist ein Paradies für Wanderer. Große miteinander verbundene Rundwanderwege führen durch das abwechslungsreiche Terrain, in dem viele Seen zu einem erfrischenden Bad im glasklaren Wasser einladen.

Schorfheide und Choriner Endmoränenbogen sind zwei kulturhistorisch unterschiedliche Landschaften, die sich westlich (Schorfheide) und östlich (Choriner Endmoränenbogen) der Autobahn Berlin-Prenzlau erstrecken. Historische Siedlungen und Bauwerke sind stumme Zeugen der Schorfheider Geschichte. 75 Gemeinden und die drei Kleinstädte Oderberg, Joachimsthal und Greiffenberg mit insgesamt 35.000 Einwohnern liegen im Biosphärenreservat. Im Süden befindet sich mit der restaurierten Ruine des Klosters Chorin eine besonders sehenswerte Anlage. Zum traditionellen Choriner Musiksommer lockt sie jährlich Hunderttausende Musikfreunde an.

Das Konzept des Biosphärenreservates sieht vor, den wirtschaftenden Menschen in seiner Wirkung auf die Biosphäre mit einzubeziehen, d.h., die Interessen der im Gebiet lebenden Menschen mit der Erhaltung der Natur- und Kulturlandschaft in Einklang zu bringen. Fast 79 % der gesamten Fläche des Reservates sind daher auch zukünftig wirtschaftlich zu nutzende Landschaften. Allerdings soll hier die Nutzung in höchstem Maße umweltverträglich praktiziert werden. Bei der Umsetzung dieses Zieles ist der Förderverein Kulturlandschaft Uckermark e.V. ein entscheidender Partner.

Das Biosphärenreservat gliedert sich in verschiedene Schutzzonen:

  • Naturentwicklungszonen

  • Pflegezonen

  • Entwicklungszonen

Eiszeitlich geprägte Landschaft im Sommer