Start des Modellvorhabens „Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region“

Regionale Baukultur ist das Fundament für einen qualitätsvollen Tourismus. Diese Erkenntnis hat zur Ausrufung eines Wettbewerbs durch zwei Bundesministerien geführt. Und die Landkreise Uckermark, Barnim sowie das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin sind gemeinsamer Wettbewerbssieger – eines von insgesamt acht Modellvorhaben, ausgewählt aus über siebzig Bewerbungen.

 

Am 16.2.17 fand in der Verwaltung des Biosphärenreservates der regionale Auftakt zum Start des Modellvorhabens „Baukultur und Tourismus“ statt. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt startete damit ein Vorhaben, das in großer Gemeinsamkeit wichtige Weichen für ein touristisch wichtiges Thema in der Region stellen will. Unter Federführung des Landkreises Uckermark berieten Vertreter des Landkreises Barnim und des Biosphärenreservates und der Marketinggesellschaften Wito und TMU intensiv über die Chancen und Umsetzungsmöglichkeiten des Vorhabens. Vertreten waren auch das brandenburgische Bauministerium (MIL) und die Brandenburg weite Tourismusmarketinggesellschaft (TMB).
Angeregte Diskussionen verdeutlichten die Positionen der drei Partner, und erste Ideen wurden geboren.
 

Es gilt vor allem, das Thema auf die regionale Ebene zu bringen und die eigenen Möglichkeiten zu beschreiben. Fragen wie: „Was ist denn eigentlich Baukultur und was kann sie bewirken im Handlungsfeld Tourismus? Gibt es da überhaupt Berührungspunkte? Und was ist ExWost?“ wurden geklärt. Mit der Beteiligung an dem Forschungsfeld machen sich die drei Partner Barnim, Uckermark und Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin auf den Weg, Tourismus und qualitätsvolles Bauen und Planen zum Wohle der regionalen Entwicklung stärker zu verflechten. Wie genau das geschehen kann, ist Inhalt kommender Treffen. Als bereits gelungenes Beispiel wurde das Altstadtzentrum der Stadt Angermünde besichtigt, das Lutz Köhler, Angermündes ehemaliger Baudezernent präsentierte. „Das Projekt passt wunderbar in die Stadtentwicklung, weitere positive Effekte für unsere Stadt sind hier ganz sicher“, hob Köhler hervor. Bereits entstanden ist eine kreative und konstruktive Arbeitsatmosphäre aller Beteiligten als tragfähige Grundlage für gelingende Kooperation. Der Landkreis Uckermark konnte mit Hilfe des Projekts eine Ausschreibung für eine fachliche Begleitung während der Projektlaufzeit ausschreiben. In den kommenden Monaten werden Workshops mit den Kommunen, Baufachleuten und Touristikern angeboten werden.

 

Die weiteren Regionen für das bundesweite Modellvorhaben sind die Elbe-Weser-Region, der Landkreis Lüchow-Dannenberg, die Region Mecklenburg-Strelitz, das Lausitzer Neißeland mit der Stadt Weißwasser, das Sauerland, die Stadt Mainbernheim und die „Kooperation Südschwarzwald“. In allen Modellvorhaben soll die Grundlage für dauerhafte Kooperationen und Netzwerke gelegt werden. Dies ist zum Beispiel die Förderung der Entwicklung historischer und moderner Architektur zu touristischen Anziehungspunkten. Möglich wurde dieser bundesweite Ansatz durch den Bund.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) fördern gemeinsam das ExWoSt-Forschungsfeld „Baukultur und Tourismus“. Damit ist das Forschungsprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ gemeint, durchgeführt bzw. angeleitet wird es vom Forschungsteam der „Arbeitsgemeinschaft BAUKULTOUR“, bestehend aus dem Aachener Stadtplanungs- und Architekturbüro HJPplaner und der Tourismusberatung COMPASS aus Köln.
Abgeschlossen wird das Projekt im Jahr 2018.

Gebiet

  • Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin