Junior Ranger Brandenburgs zu Gast in der Blumberger Mühle

Drei aufregende Tage lang, vom 21. bis 23. Juli, fand das 14. Brandenburgische Junior Ranger-Camp im NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle statt. Über 100 Ranger im Alter zwischen 6 und 16 Jahren zelteten auf dem Naturerlebnis-Gelände der Blumberger Mühle. Sie kamen aus 13 Nationalen Naturlandschaften des Landes und wurden unterstützt von umweltbildungserfahrenen Rangern der Naturwacht Brandenburg.

Auch der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Jörg Vogelsänger, kam zur Eröffnung des Treffens am 21. Juli zur Blumberger Mühle, ebenso wie der Geschäftsführer der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg, Dr. Bernhard Schmidt-Ruhe, um in der Begrüßungsansprache die Bedeutung des Treffens hervorzuheben.

Die neuen Junior-Ranger hieß Jörg Vogelsänger besonders willkommen und überreicht ihnen ihre Ausrüstung. Unterstützt wurde er von Dr. Schmidt-Ruhe, Dr. Aija Torkler, Leiterin des NABU-Naturerlebniszentrums Blumberger Mühle, Frederik Bewer, Bürgermeister der Stadt Angermünde und Dr. Ulrike Garbe, Leiterin des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin.

 

In ganz Deutschland treffen sich Junior Ranger-Gruppen, oft sind die Kinder und Jugendlichen schon ab der vierten Klasse dabei. Unter Anleitung von professionellen Rangern sind sie regelmäßig in den Schutzgebieten der Länder unterwegs, um die Natur zu verstehen und eigene Möglichkeiten zu ihrem Schutz und Erhalt zu finden. Dabei werden Umweltbildungsprogramme absolviert und umfangreiches Wissen erworben.

Das bundesweite Junior Ranger-Programm wurde vor nunmehr zehn Jahren aus der Taufe gehoben – von Partner-Organisationen aus anderen Nationalen Naturlandschaften gemeinsam mit EUROPARC Deutschland e.V. und dem World Wildlife Fund Deutschland. Es begeistert mehr als 1.500 Kinder und Jugendliche im Alter für die Themen Natur, Umwelt und biologische Vielfalt. Das mehrfach ausgezeichnete Angebot ist einzigartig in der Umweltbildungsarbeit, weil echte Schutzgebietsranger die Kinder und Jugendlichen direkt in den Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks anleiten. Ranger arbeiten seit einem viertel Jahrhundert erfolgreich als Vermittler zwischen Mensch und Natur. Für Anwohner und Gäste in den Nationalen Naturlandschaften sind sie wichtige Ansprechpartner.

Die Ranger der Naturwacht in Brandenburg bieten geführte Touren an, erfassen Daten zu Tier- und Pflanzenbeständen, zu Grundwasserspiegeln sowie zur Qualität von Gewässern, sie setzen zahlreiche Naturschutzmaßnahmen um und kontrollieren deren Erfolg. Unterstützt werden sie in ihrer Arbeit von den Junior Rangern, die gefährdete Vogelarten zählen, Krötenzäune betreuen, Bäume und Hecken pflanzen oder Gewässer pflegen.

 

Einmal pro Jahr kommen die Gruppen zusammen, um sich auszutauschen und einander ihre besten Projekte vorzustellen. In diesem Jahr trafen sich 130 Kinder und Jugendliche auf dem Gelände des NABU-Naturerlebniszentrums Blumberger Mühle im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin zu ihrem Erfahrungsaustausch. Die Wiesen um das Zentrum waren bunt von den vielen aufgeschlagenen Zelten, die Luft erfüllt mit Rufen, Lachen, Gesprächen. Der Freude über das Zusammensein konnte auch das teilweise unfreundliche Wetter – es regnete vorübergehend – nichts anhaben.

Dr. Ulrike Garbe, Leiterin des Biosphärenreservates, freute sich, dass die Junior Ranger in diesem Jahr in die Uckermark gekommen waren, und verwies auf die lange Tradition, die Junior Ranger-Gruppen im Biosphärenreservat haben: seit 1992 arbeiten mehrere Gruppen in dem großen Schutzgebiet. Nach 25 Jahren wird deutlich, dass Kinder, die an solchen Langzeitprogrammen teilnahmen, ihr Umweltwissen auch ins Erwachsenenleben mitgenommen haben. Oft kommen sie als junge Freiwillige wieder, um die aktive und praktische Arbeit des Naturschutzes weiterhin zu unterstützen.

 

Berichte des Junior-Presseteams der Junior-Ranger über das 14. Camp finden Sie unter: juniorrangerblog.wordpress.com

Gebiet

  • Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin