Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, nordöstlich von Berlin gelegen, umfasst eine eindrucksvolle Kulturlandschaft mit rund 240 Seen, tausenden Mooren und ausgedehnten Wiesen und Äckern.  Generationen von Menschen prägten die unterschiedlichen Landschaftsformen.

Es ist eine von weltweit 669 UNESCO-Modellregionen, in denen gemäß dem UNESCO-Programm "Der Mensch und die Biosphäre" (MAB) das Leben und Wirken des Menschen mit der Natur dazu beitragen soll, die gewachsene Kulturlandschaft zu schützen und nachhaltig weiterzuentwickeln.

Das 1990 gegründete Biosphärenreservat gehört mit 129.161 Hektar zu den größten Schutzgebieten Deutschlands, es repräsentiert eine über Jahrhunderte gewachsene harmonische Landschaft in der jungen Eiszeitlandschaft des nordostdeutschen Tieflands. Sie beherbergt eine außergewöhnlich hohe Biodiversität von Kulturfolgern.

Das stille, dünnbesiedelte Land ist auch Lebensraum vieler vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten, die ungestörte Räume brauchen. In den naturnahen Wäldern brüten See-, Fisch- und Schreiadler, Kranich und Schwarzstorch. Biber und Fischotter sind über das ganze Schutzgebiet verbreitet. Hier finden sich noch ausgedehnte Wälder, neben der Schorfheide mit riesigen Kiefernwäldern und uralten Huteeichen beherbergt das Biosphärenreservat große unzerschnittene Tiefland-Buchenwälder.

Ein Ausschnitt der Rotbuchenwälder wurde im Jahr 2011 von der UNESCO in das Weltnaturerbe als „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ aufgenommen. Ein verpflichtender Adelstitel für den Buchenwald Grumsin, der für zahlreiche Gäste sorgt.